Fastentips

Wir machen ihnen Mut auch das Fasten - oder der Verzicht auf lieb gewordene Gewohnheiten -  vielleicht in einer der 7 Wochen oder für die gesamte Zeit  - zu versuchen um das eigene Gebet zu intensivieren.

Wenn ihr fasten wollt habt ihr folgende Möglichkeiten:  (Infos hier)

 Vielleicht möchten Sie während der 40 Tage Ihr Beten an einem bestimmten Tag oder in einem Zeitraum mit einer Fastenaktion unterstützen. Allein oder mit Ihrer Gruppe. Verzichten Sie dafür z. B. auf Süßigkeiten, Alkohol, Fleisch oder auf Fernsehen, Computerspiele oder Shoppen. Legen Sie Ihren eigenen Rhythmus fest: Fasten Sie einmal pro Woche oder über einen längeren Zeitraum. Verabreden sie sich mit anderen zu Fastenzeiten (jeder einen Tag in der Woche. Im Gespräch mit Gott oder anderen Christen finden Sie bestimmt eine Möglichkeit, die zu Ihnen passt. Das Wichtigste bei allem ist aber auf das zu hören, was Gott Ihnen aufs Herz legt. Er kann Ihnen zeigen, wie er Sie beim Beten – aber auch beim Umsetzen der Anliegen – persönlich gebrauchen möchte. 

Sollten sie Nahrung fasten, bleiben sie unbedingt im Gespräch mit ihrem Arzt, ob dabei keine Gefährdung ihrer Gesundheit besteht. Von der grundsätzlichen Einschränkung der Flüssigkeitszufuhr ist in jedem Fall abzuraten.

Es bleibt: Fasten – eine oft unterschätzte Chance.


Einige Gedanken zum Thema

Fasten kann helfen, um abzunehmen, um sich besser zu fühlen, um sich innerlich zu stärken. Viele wertvolle Gründe können einen Menschen zu einem solchen Entschluss führen. Es riecht zwar nach Anstrengung und Selbstkasteiung, und doch ahnen viele, da steckt mehr hinter. Askese verspricht in alter Weisheit: Weniger ist mehr.

Menschen in der Bibel und in unserer langen christlichen Tradition haben unterschiedlichste Erfahrungen gemacht. Diese Schätze möchten wir wieder bekannt machen und in der traditionsreichen Fastenzeit vor Ostern zu einer Entdeckungsreise des Fastens aufrufen.

Dabei ist uns auch das solidarische Element des Fastens wichtig, wie es z.B. im alttestamentlichen Buch Esther (4,16) beschrieben wird, wo sich eine ganze Volksgruppe in einer Stadt gemeinsam in der Fürbitte auf ein Ziel hin ausrichtete und dieses Anliegen durch ein solidarisches Fasten unterstrich. Gemeinsam die Gewohnheiten aufbrechen und den Alltag zu unterbrechen, um sich auf ein Anliegen in der Fürbitte zu konzentrieren, führte zu einer gemeinsamen, verbindenden Erfahrung des Eingreifen Gottes. Sie können dabei ihren noch so kleinen Schritt des Fastens einbringen als einen mutmachenden Teil des Ganzen.

Ebenso lenkt der Hinweis aus dem Propheten Jesaja (Kapitel 58) unseren Blick auf die Gefahr, aus dem Fasten eine religiöse Übungsleistung zu machen, die den Beter Gott gegenüber zu Recht und Ansprüchen berechtigen würde. 

Fasten möchte uns aber auf unsere Lebensbeziehungen ausrichten, in Besonderheit auf unser Verhalten Gott gegenüber, aber auch auf den Umgang mit unserem Nächsten. 

So haben Christen während der Passionszeit im letzten Jahr, z.B. in ihrem Gebet und Fasten für den Bereich der Vereine und Institutionen, die sich für die Freizeit der Mitmenschen engagieren, der Frau des einige Wochen vorher verstorbenen langjährigen Vereinsvorsitzenden am Ort einen Blumengruß mit Worten des Dankes und der Anerkennung vorbeigebracht, oder beim Gebet für die Erziehungsarbeit im Land dem Hortteam Gebäck für die Teamsitzung besorgt, oder beim Gebet für die Pflegedienste einen freiwilligen Einsatz zum Spielen und Vorlesen im örtlichen Pflegeheim organisiert. 

So kann die Haltung des Fastens, indem sie uns abwendet von uns selber und unseren Bedürfnissen und Befindlichkeiten, für Gottes Liebe und für die Menschen um uns herum sensibilisieren, ihre Nöte und Probleme. Im Gebet und in der Tat liegen dann starke Wege der Hilfe und Unterstützung. Sie bringen Gott selber in die Situationen hinein mit aller Wirkungsmacht des Schöpfers des Universums und seiner Liebe. Bonhoeffer verdeutlicht es in dem Motto: „Beten und Tun des Gerechten“ 

 Entdecken sie im Fasten die Kreativität der Liebe Gottes.